Kingdompreneurship Assessment
Das Modell · Kapitel 1 von 5 · Quelle

Die Quelle

Woraus lebe ich?

Bevor es um Identität, Charakter und Disziplinen geht, steht die Frage, woraus ein Kingdompreneur lebt. Die Antwort ist eine Person: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Das Bild · Psalm 1

Ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen

„Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl.“Ps 1,3
  1. 1

    Gepflanzt

    Der Baum hat sich nicht selbst an den Bach gestellt. Ein anderer hat ihn dorthin gepflanzt. Am Anfang eines Kingdompreneurs steht nicht seine Leistung, sondern Gottes Gnade.

  2. 2

    An den Wasserbächen

    Nicht die Größe des Baums entscheidet, sondern sein Standort. Wer nah an der Quelle bleibt, hat Wasser, auch wenn ringsum alles austrocknet.

  3. 3

    Frucht zu seiner Zeit

    Der Baum trägt nicht ständig, sondern zu seiner Zeit. Frucht folgt einem Rhythmus aus Wachsen, Ruhen und Tragen – nicht dem Druck des nächsten Quartals.

Wer die Quelle ist

Vater, Sohn und Heiliger Geist

Die Quelle ist keine Methode und keine Kraftquelle unter vielen, sondern eine Person: der dreieinige Gott.

Ursprung und EigentümerVater

Alles, was ein Unternehmer hat und aufbaut, kommt von ihm und gehört ihm. Wer das weiß, führt als Verwalter, nicht als Eigentümer.

„Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnt.“Ps 24,1
Der WeinstockSohn

Frucht entsteht nicht durch Anstrengung, sondern durch Verbindung. Wer in Jesus bleibt, bringt viel Frucht.

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“Joh 15,5
Ströme lebendigen WassersHeiliger Geist

Der Geist ist Gottes Kraft und Leitung mitten im Alltag – in Gesprächen, Entscheidungen und Krisen. Durch ihn fließt das Leben weiter zu anderen.

„Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten …“Joh 7,38–39
Der Strom durch die Bibel

Von Eden bis zum Strom des Lebens

Das Bild von Gott als Quelle zieht sich vom ersten bis zum letzten Buch der Bibel.

  1. 1
    1. Mose 2,10Am Anfang

    „Und es ging aus von Eden ein Strom, zu wässern den Garten, und er teilte sich von da in vier Hauptwasser.“

  2. 2
    Ps 1,3Der Baum am Wasser

    „Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit.“

  3. 3
    Ps 36,10Die Quelle des Lebens

    „Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht.“

  4. 4
    Hes 47,12Wasser aus dem Heiligtum

    „… und sie werden alle Monate neue Früchte bringen, denn ihr Wasser fließt aus dem Heiligtum.“

  5. 5
    Joh 4,14Ein Brunnen in mir

    „… das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“

  6. 6
    Joh 7,38Ströme aus dem Inneren

    „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen.“

  7. 7
    Offb 22,1–2Strom und Baum des Lebens

    „Und er zeigte mir einen lautern Strom des lebendigen Wassers … Mitten auf ihrer Gasse auf beiden Seiten des Stroms stand Holz des Lebens.“

Hesekiel 47 · Wie tief bist du schon im Strom?

„… und führte mich durchs Wasser, das mir's an die Knöchel ging … an die Kniee … an die Lenden … und es ward so tief, daß ich nicht mehr Grund hatte; denn das Wasser war zu hoch, daß man darüber schwimmen mußte.“ Hes 47,3–5

  1. Knöchel

    Erste Schritte: Ich kenne Gott und halte mich an ihn, wenn ich ihn brauche.

  2. Knie

    Ich bete regelmäßig und bringe einzelne Entscheidungen vor ihn.

  3. Lenden

    Gott prägt meinen Rhythmus, mein Team und meine Kultur.

  4. Schwimmen

    Ich habe keinen eigenen Grund mehr unter den Füßen – der Strom trägt und bestimmt die Richtung.

Warnsignale

Woran man merkt, dass die Quelle fehlt

Wer nicht mehr aus Gott lebt, lebt aus eigener Kraft. Von außen läuft vieles weiter – innen wird es trocken. Fünf Anzeichen, an denen man es früh erkennt:

  • GetriebenheitDer Kalender ist voll, die Seele leer.
  • Entscheidungen aus AngstZahlen und Risiken bestimmen den Kurs, nicht Gottes Reden.
  • Identität aus ZahlenEin schlechter Monat fühlt sich an wie persönliches Versagen.
  • ErschöpfungAus eigener Kraft wird es auf Dauer dünn.
  • Frucht nur in der HochphaseLäuft es gut, wächst etwas; in der Dürre vertrocknet es.
Im Alltag an der Quelle bleiben

Vier Anstöße

  1. 1

    Stille vor dem ersten Termin

    Zehn Minuten mit Gott, bevor das Postfach aufgeht: einen Psalm lesen, den Tag hinlegen, hören.

  2. 2

    Eine Entscheidung im Monat im Gebet

    Wählt bewusst eine Entscheidung aus, die ihr im Team vor Gott bringt, und haltet fest, was ihr gehört habt.

  3. 3

    Ein fester Ruhetag

    Ein Tag ohne Arbeit, an dem der Baum Wasser zieht. Ruhe ist keine Pause vom Glauben, sondern von der eigenen Leistung.

  4. 4

    Begleitung

    Ein Mentor, eine Gebetsgruppe oder ein Coach, der regelmäßig fragt, woraus du gerade lebst.